Krakau-Auschwitz. Gedenkstättenfahrt
Phasen der Vernichtung am Beispiel der Krakauer jüdischen Gemeinde und der Gedenkstätte Auschwitz. 2 Tage in Krakau und 2 Tage in der Gedenkstätte Auschwitz. Am häufigsten gewählte Klassenfahrt zum Thema Shoah.
Die historischen Kulissen Krakaus werden immer häufiger zum Ausgangspunkt für Erzählungen über den Zweiten Weltkrieg. Die Stadt, gemeinsam mit der nahegelegenen Gedenkstätte Auschwitz, ermöglicht es, sich mit der Geschichte der nationalsozialistischen Besatzung und der Shoah an Orten auseinanderzusetzen, die ihre Spuren bis heute bewahrt haben. Straßen, Plätze und leere Räume erinnern an Menschen und an eine Welt, die unwiederbringlich zerstört wurde.
Diese Reise bewegt sich zwischen einer klassischen Klassenfahrt nach Krakau und einer Studienfahrt zu einem Ort des Gedenkens. Wir verfolgen den Weg der jüdischen Gemeinschaft während des Holocaust – von schrittweiser Ausgrenzung und dem Verlust von Rechten über das Ghetto, Hunger und Zwangsarbeit, Selektionen bis hin zu Deportationen und dem Tod in den Vernichtungslagern.
Ausgangspunkt ist Krakau vor dem Zweiten Weltkrieg – eine vielschichtige, multikulturelle Stadt, die über Jahrhunderte hinweg von einer starken und aktiven jüdischen Gemeinschaft mitgestaltet wurde. Beim Gang durch Kazimierz, das Gebiet des ehemaligen Ghettos in Podgórze und die Fabrik Schindlers wird deutlich, dass der Prozess der Vernichtung lange vor dem Bau der Gaskammern in Auschwitz begann.
Der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau erstreckt sich über zwei Tage und lässt Zeit für Reflexion sowie für eine vertiefende Auseinandersetzung im Rahmen von Workshops und Gesprächen. Die Begegnung mit einem der letzten lebenden Zeitzeugen erinnert daran, dass sich hinter jeder Zahl ein einzelnes menschliches Leben verbirgt.
Höhepunkte der Reise
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Krakau – Altstadt und Königsweg (Stadtrundgang)
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Kazimierz – ehemaliges jüdisches Viertel (Rundgang)
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Ghetto Podgórze und Platz der Ghettohelden (historischer Rundgang)
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Fabrik Schindlers (Museumsbesuch)
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Gedenkstätte Auschwitz I – Stammlager (Besichtigung)
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Gedenkstätte Auschwitz II–Birkenau (Besichtigung)
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Gedenkstätte Auschwitz (Workshop / Gespräch)
1. Tag Anreise und Altstadt von Krakau
Nach der Ankunft in Krakau und dem Einchecken im Hotel schlagen wir einen geführten Spaziergang durch die Krakauer Altstadt vor. Wir erzählen von der Vergangenheit der Stadt, der historischen Hauptstadt Polens, die von polnischen, deutschen und jüdischen Bürgern bewohnt wurde. Wir sehen den Hauptmarkt – den größten mittelalterlichen Marktplatz Europas – mit den imposanten Tuchhallen und der Marienkirche, in der wir eines der bedeutendsten Werke der Krakauer Kunst betrachten: den berühmten Hochaltar des Nürnberger Meisters Veit Stoß.
Wir besuchen den Innenhof des Collegium Maius, an dem Nikolaus Kopernikus studierte, und spazieren entlang der Königsstraße, die von den ehemaligen Stadttoren bis zur königlichen Residenz auf dem Wawelhügel führt. Wir sehen die Kathedrale – den Ort der Krönungen und Begräbnisse der polnischen Herrscher – und gehen der Frage nach, warum der Generalgouverneur der besetzten polnischen Gebiete, Hans Frank, auf dem Wawel wohnte und weshalb Krakau von den Nationalsozialisten zur Hauptstadt des Generalgouvernements bestimmt wurde.
2. Tag Auschwitz I Stammlager, Workshop in der Gedenkstätte
Die Gedenkstätte Auschwitz liegt etwa anderthalb Stunden Busfahrt von Krakau entfernt. Nach dem Durchschreiten des Tores mit der Inschrift „Arbeit macht frei“ besichtigen wir zunächst Auschwitz I – das Stammlager. In den ehemaligen Häftlingsblöcken befindet sich heute eine Dauerausstellung, die das Leben der Gefangenen sowie die technischen Aspekte des Lagerbetriebs dokumentiert. Wir sehen außerdem den Todesblock, die Todeswand sowie die einzige erhalten gebliebene Gaskammer und das Krematorium.
Am Nachmittag schlagen wir einen der zahlreichen Workshops vor, die vom Bildungszentrum der Gedenkstätte angeboten werden, ein Gespräch mit einem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Museums zu einem ausgewählten Thema der Lagergeschichte oder den Besuch der Ausstellung „Shoah“, die im Block 27 vom Institut Yad Vashem realisiert wurde. Einen starken Eindruck hinterlässt auch die Ausstellung „Klisze pamięci. Labirynty“ des Künstlers Marian Kołodziej, Häftlingsnummer 432, die im nahegelegenen Franziskanerkloster gezeigt wird – einer der wenigen gelungenen Versuche, die Erfahrung von Auschwitz in eine Sprache der Kunst zu übersetzen.
3. Tag Auschwitz II Birkenau, Begegnung mit einem Zeitzeugen
Erneut fahren wir mit dem Bus zur Gedenkstätte Auschwitz. Diesmal besichtigen wir den zweiten Teil des Lagers – Auschwitz II – Birkenau –, den zentralen Ort der Vernichtung der Juden aus ganz Europa und zugleich ein riesiges Konzentrationslager. Hier rekonstruieren wir den Prozess der massenhaften Vernichtung sowie die Lebensbedingungen der Häftlinge. Auf unserem Weg liegen die Selektionsrampe, die Ruinen der Gaskammern und Krematorien, die Häftlingsbaracken sowie das Mahnmal für die Opfer des Lagers.
Wir begeben uns auch in die sogenannte „Sauna“ – den Ort der Aufnahme und Registrierung der Häftlinge – und verfolgen Schritt für Schritt, wie Menschen zu nummeriertem Lagerinventar wurden. Anschließend verlassen wir die Gedenkstätte und kehren nach Krakau zurück.
Am Nachmittag schlagen wir eine besondere Begegnung mit einem ehemaligen Häftling von Auschwitz – der sich dort als Kind befand – oder mit einer Person vor, die den Holocaust überlebt hat, mit einem der letzten Zeitzeugen.
4. Tag Kazimierz, Geetto, Fabrik Schindlers
Am Vormittag schlagen wir einen Spaziergang durch Kazimierz vor – das ehemalige jüdische Viertel Krakaus. Kazimierz mit seinen sieben Synagogen, dem über fünfhundert Jahre alten Friedhof und der erhaltenen Bebauung zählt zu den am besten bewahrten jüdischen Stadtvierteln Europas. Während des Rundgangs lernen wir grundlegende Elemente des jüdischen Glaubens und der jüdischen Kultur kennen. Wir besuchen eine der Synagogen sowie den alten jüdischen Friedhof mit dem Grab von Moses Isserles (Remuh), zu dem bis heute Juden aus aller Welt pilgern.
Am Nachmittag begeben wir uns in das auf der anderen Weichselseite gelegene Podgórze. In den Jahren 1941–1943 befand sich hier das Krakauer Ghetto, in dem die jüdischen Einwohner der Stadt auf engstem Raum zusammengepfercht wurden. Wir sehen Fragmente der Ghettomauer, die Apotheke „Unter dem Adler“ – einen geheimen Ort der Hilfe – sowie den ehemaligen Platz der Eintracht, Schauplatz von Selektionen und Deportationen in die Konzentrationslager, mit dem eindringlichen Denkmal der „leeren Stühle“.
Von dort ist es nicht weit zur ehemaligen Fabrik Schindlers, in der sich heute ein Museum befindet, das auf anschauliche Weise die Realität der nationalsozialistischen Besatzung Krakaus in den Jahren 1939–1945 vermittelt.
Am Abend laden wir zu einem gemeinsamen Abendessen und einem Klezmerkonzert in einem der jüdischen Restaurants in Kazimierz ein.
5. Tag Shalom / Do widzenia / Auf Wiedersehen
Tag der Heimreise nach einer intensiven, mehrtägigen Geschichtsstunde. Die Frage bleibt, ob es gelingt, die Erinnerung, die in Mauern und Museen bewahrt ist, weiterzutragen.
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- Bitte fragen Sie uns nach einem Angebot für einen Reisebus für Ihre Gruppe. Busse aus Polen erfüllen die gleichen Standards wie Busse von deutschen Unternehmen und sind in der Regel viel billiger.
- Es ist möglich, in der Gedenkstätte Auschwitz und in Krakau ein Mindestprogramm zu organisieren. Eine solche Reise dauert 3 Tage. Der erste Tag beinhaltet die Anreise / Flug und das Programm in der Gedenkstätte.
Am zweiten Tag Programm in Krakau: Altstadt, jüdisches Viertel und Getto. Am dritten Tag zurückkehren.
Im Preis inbegriffene Leistungen von Marco der Pole:
- 4 x Übernachtung in Krakau im ausgewählten Standard
(Hotel, Jugendhotel bzw. Hostel) mit Frühstück - 3 x Abendessen im Hotel (3-Gänge-Menü mit Mineralwasser)
- 1 x Abendessen im jüdischen Restaurant in Krakau mit Klezmer-Konzert
- Transfers mit einem privaten Bus laut Programm
- Stadtführungen mit qualifizierten Guids laut Programm
- Eintritte zu den besuchten Sehenswürdigkeiten
- fachliche Führung in der Gedenkstätte Auschwitz
- Treffen mit einem Zeitzeugen
Im Preis nicht inbegriffen:
- Kranken-, Unfall – und Reiserücktrittsversicherung
- Mittagessen
- zusätzliche Getränke zum Abendessen
Jede 21. Person im DZ kostenlos.


