Gedenkstätten

Wenn das Wort „Experte“ überhaupt noch eine Bedeutung hat, dann in diesem Fall. Seit 30 Jahren organisieren wir jedes Jahr Dutzende Gedenkstättenfahrten in die Gedenkstätte Auschwitz, in verschiedenen Formen: von zwei bis sechs Tagen, für Gruppen von 10 bis 1200 Personen, aber am häufigsten für Schulklassen und Jugendliche. Einige Schulen und Einrichtungen arbeiten bereits seit mehr als zwanzig Jahren kontinuierlich mit uns zusammen. Der Leiter unseres Büros hat selbst mehrere Jahre als Guide in der Gedenkstätte Auschwitz gearbeitet und war Mitarbeiter der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienst. Im Folgenden stellen wir Ihnen zwei Grundvarianten unserer Gedenkstättenfahrten in die Gedenkstätte Auschwitz vor: eine klassische, die von unseren Gästen am häufigsten gewählt wird, und eine erweiterte Variante, sowie eine Fülle von praktischen Informationen im Seitenmenü, die Ihnen helfen, sich ein Bild von den Bedingungen und Programmmöglichkeiten der Gedenkstätte zu machen. Unser Büro organisiert auch Reisen zu anderen Gedenkstätten in Polen und Osteuropa mit dem Schwerpunkt Holocaust.

Was halten wir, Organisatoren, von der Gedenkstättenfahrt in die  Gedenkstätte Auschwitz ?

Wir sind uns bewusst, dass Klassenfahrten und Gedenkstättenfahrten zur Gedenkstätte Auschwitz keine touristischen Attraktionen sind und keine freudigen Eindrücke liefern. Das sind schwierige Reisen, die Konzentration und Reflexion erfordern, die das Gewissen, die Empathie und die Sensibilität bewegen, die zur persönlichen Reflexion neigen. Wir fragen uns selbst: „Wer bin ich?“, „Wer wäre ich?“ Könnte ich der Täter sein, könnte ich die Würde des Menschen als Opfer bewahren, wäre ich bereit, als Zeuge mein Leben dafür zu riskieren, jemand anderem zu helfen? Diese Reisen neigen auch dazu, über die Welt, in der wir leben, nachzudenken. Wie soll man die Beziehungen zwischen den Nationen,  zwischen Minderheit und Mehrheit entwickeln? Welche Werte und Haltungen sollen wir formen und stärken? Was soll man machen, damit sich ähnliche Tragödien nie wiederholen, und warum, trotz solcher schmerzhafter Lektionen für die Menschheit wie des Holocaust, kommen sie immer wieder vor? Für Jugendliche kann sie ein wichtiger Punkt der politischen Bildung sein. In diesem Sinne sind die Reisen zu Orten der Erinnerung nicht einfach, schön und angenehm, aber sie können die wichtigste sein.