"Klagemauer" auf dem alten jüdischen Friedhof in Krakau. Fragment.
Der Alte Jüdische Friedhof in Krakau wurde im 16. Jahrhundert gegründet.
Abend bei Kerzenschein in einem der jüdischen Restaurants im Krakauer Stadtteil Kazimierz.
Shalom Kazimierz!
Remuh Synagoge und Freidhof im Kazimierz Viertel in Krakau
Das Festival der jüdischen Kultur in Krakau ist eines der größten in Europa.
Wandgemälde mit jüdischen Motiven im Krakauer Stadtteil Kazimierz.
Inschrift auf der Gedenktafel vor dem Eingang des Museums in Schindlers Fabrik. Kraków (Krakau).
Das Café Chedder im Krakauer Stadtteil Kazimierz serviert originellen, auf glühendem Sand gekochten Kaffee.
Alte Synagoge im Kazimierz Viertel in Krakau
Der Stadtteil Kazimierz ist voll von kleinen Restaurants mit preiswertem Essen.
Fassade des Eingangs zur Tempel-Synagoge in Krakau.

Kroke – Jüdische Kulturreise nach Krakau

Reise auf Anfrage, Termin: beliebig, Dauer: 6 Tage, Die Reise findet ab 8 Teilnehmern statt. Unser Programm ist ein Vorschlag – wir passen es flexibel an die Erwartungen Ihrer Gruppe an.

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Reiseübersicht

Kroke – so nannten Juden über Jahrhunderte die Stadt Krakau. Der Name steht für einen Ort, an dem jüdisches Leben nicht nur existierte, sondern den Alltag und die Kultur der Stadt wesentlich prägte.
Bereits im Mittelalter entwickelte sich Kazimierz zu einem der wichtigsten Zentren jüdischen Lebens in Europa. Bis zum Zweiten Weltkrieg lebten hier rund 65.000 Juden. Auf engem Raum entstand eine dichte kulturelle Landschaft: Synagogen, Bethäuser, Friedhöfe, Schulen.
Bis heute sind sieben Synagogen erhalten, darunter die Alte Synagoge – die älteste Synagoge Polens. Der Remuh-Friedhof aus dem 16. Jahrhundert gehört zu den bedeutendsten jüdischen Begräbnisstätten Europas. Spuren des Alltags sind weiterhin sichtbar: eingelassene Türpfosten, ehemalige Bethäuser, Fragmente einer untergegangenen Welt.
Nach 1945 wurde Kazimierz zu einem Ort ohne seine Bewohner. Erst in den letzten Jahrzehnten kehrt Leben zurück – vorsichtig, fragmentarisch, aber spürbar. Einen besonderen Ausdruck findet dies im Jüdisches Kulturfestival Krakau, das Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt zusammenbringt. Es steht nicht für Folklore, sondern für die Gegenwart jüdischer Kultur – und für die Kontinuität trotz Bruch.
Wir nehmen an diesem Festival teil und verbinden es mit einer Reise, die historische Tiefe, kulturelle Perspektive und gegenwärtige Erfahrung zusammenführt.

Höhepunkte der Reise

  • Krakau – Altstadt und Kazimierz als Zentrum jüdischer Kultur und Geschichte
  • Jüdisches Kulturfestival Krakau – Konzerte und lebendige jüdische Kultur
  • Schtetl-Rundreise ab Krakau – Działoszyce, Pińczów, Chmielnik, Szydłów und Chęciny
  • Tarnów und Zbylitowska Góra – jüdisches Erbe und Orte der Erinnerung
  • Jagiellonen-Universität – Gespräch zur Geschichte der polnischen Juden
  • Auschwitz-Birkenau – Gedenkstättenbesuch und historische Einordnung

 

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Reiseverlauf Tag für Tag

Alle Tage anzeigen

1. Tag Ankunft in Krakau. Altstadt

Wir kommen in Krakau an und fahren gemeinsam ins Hotel. Danach haben wir Zeit zur freien Verfügung.
Am Nachmittag beginnen wir unsere Einführung in die Stadt. Wir gehen durch die Altstadt, sehen den Marktplatz, die Marienkirche und die Universität und nähern uns Krakau als einem Ort zwischen verschiedenen kulturellen Einflüssen.
Am Abend essen wir gemeinsam im Hotel und nehmen anschließend an einer Veranstaltung des Festivals teil.

2. Tag Kazimierz, Gettogelände, Schindlerfabrik, KL Plaszow

Am Vormittag erkunden wir Kazimierz. Wir besuchen Synagogen und Friedhöfe und sprechen über die Struktur und Geschichte des ehemaligen jüdischen Viertels.
Am Nachmittag setzen wir den Rundgang fort und wechseln die Perspektive. Wir gehen nach Podgórze, in das ehemalige Ghetto, sehen die Apotheke „Zum Adler“, Fragmente der Ghettomauer sowie die Schindlerfabrik und das Gelände des ehemaligen Lagers Plaszow.
Am Abend essen wir im Hotel. Danach haben wir Zeit zur freien Verfügung.

3. Tag Gedenkstätte Auschwitz - Birkenau

Am Vormittag fahren wir zur Gedenkstätte Auschwitz.
Wir besichtigen Auschwitz I und Auschwitz II-Birkenau und setzen uns mit der räumlichen Struktur und der Funktionsweise des Lagersystems auseinander.
Am Nachmittag kehren wir nach Krakau zurück. Danach haben wir Zeit zur freien Verfügung.
Am Abend steht uns der Tag zur freien Gestaltung offen.

4. Tag Schtetl in Norden

Am Vormittag unternehmen wir einen Tagesausflug in den Norden von Krakau und folgen den Spuren ehemaliger Schtetl – jener kleinen jüdischen Städte, die bis 1939 in vielen Orten einen erheblichen Teil der Bevölkerung stellten und das lokale Leben wesentlich prägten.
In Działoszyce erkennen wir bis heute die Struktur eines ehemaligen Schtetls, in dem die jüdische Bevölkerung über lange Zeit den Alltag bestimmte.
In Pińczów besuchen wir die gut erhaltene Synagoge, die zu den bedeutenden Denkmälern jüdischer Kultur in Polen zählt und von der einstigen Bedeutung des Ortes als religiöses Zentrum zeugt.
In Chmielnik besichtigen wir die restaurierte Synagoge, in der heute ein Museum untergebracht ist. Im Zentrum steht die sogenannte gläserne Bima als zeitgenössisches Denkmal für die ehemalige jüdische Gemeinde.
In Szydłów stoßen wir auf Überreste der Synagoge und des Friedhofs innerhalb einer gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtanlage, die das frühere Zusammenleben noch nachvollziehbar macht.
In Chęciny besuchen wir den jüdischen Friedhof, dessen Anfänge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen und der zu den wichtigsten Zeugnissen der dortigen Gemeinde gehört.
Wir nähern uns diesen Orten als zusammenhängendem Raum, in dem das Phänomen des Schtetls – seine soziale Struktur, seine religiösen Institutionen und sein abruptes Ende während des Zweiten Weltkriegs – sichtbar wird.
Am Abend kehren wir nach Krakau zurück. Wer noch Kraft hat, kann an den abendlichen Veranstaltungen des Festivals teilnehmen.

 

5. Tag Tarnów und Abschluss-Open-Air-Konzert

Am Vormittag unternehmen wir einen Halbtagesausflug nach Tarnów, einer der ältesten Städte in Südpolen, deren mittelalterlicher Grundriss bis heute erhalten geblieben ist. Wir bewegen uns durch einen Raum, in dem sich unterschiedliche historische Schichten klar ablesen lassen.
Vor dem Zweiten Weltkrieg war Tarnów ein bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens. Die jüdische Gemeinde zählte rund 25.000 Menschen, und die Stadt spielte sowohl für den Zionismus als auch für den Chassidismus eine wichtige Rolle. Während unseres Rundgangs sehen wir zentrale Orte dieser Geschichte: Von der ehemaligen Synagoge ist heute nur noch die Bima erhalten, während der alte jüdische Friedhof mit etwa 4000 Grabsteinen aus verschiedenen Jahrhunderten zu den eindrucksvollsten in der Region gehört.
Tarnów ist zugleich mit dem Beginn der Deportationen verbunden – von hier aus ging der erste Transport von Häftlingen nach Auschwitz ab. Im Anschluss fahren wir nach Zbylitowska Góra, wo wir die Gedenkstätte im Wald besuchen. Während der deutschen Besatzung fanden hier Massenerschießungen der jüdischen Bevölkerung statt; etwa 10000 Opfer wurden in Massengräbern begraben. Der Ort ist schlicht, kaum inszeniert, und gerade dadurch in seiner Wirkung unmittelbar.
Am Nachmittag kehren wir nach Krakau zurück. Anschließend haben wir Zeit zur freien Verfügung. Am Abend nehmen wir am Abschluss-Open-Air-Konzert des Festivals auf der Szeroka-Straße teil – dem größten jährlichen Fest in Kazimierz.

6. Tag Shalom Kroke

Nach einigen intensiven Tagen der Begegnung mit jüdischer Kultur und Geschichte verabschieden wir uns von Krakau, noch immer die Klänge der Musik in den Ohren und den pulsierenden Rhythmus des gestrigen Konzerts im Körper spürend. Leb wohl, Kroke — und auf Wiedersehen.

  • Wir helfen gerne bei der Organisation Ihrer Hin- und Rückreise
  • Es besteht die Möglichkeit, Ihren Aufenthalt zu verlängern

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Termine und Leistungen

Im Preis inbegriffene Leistungen von PolenPlan:

  • 5 × Übernachtung in Krakau im gewählten Hotelstandard mit Frühstücksbuffet
  • 4 × Abendessen im Hotel (3-Gänge-Menü mit Kaffee, Tee, Mineralwasser).
  • 1 × Abendessen im jüdischen Restaurant mit Klezmer – Konzert
  • Transfers mit einem privaten, komfortablen Bus, wie im Programm vorgesehen
  • deutschsprachige Reiseleitung
  • Stadtführungen mit qualifiziertem Guide, wie im Programm vorgesehen
  • Eintritte zu den besuchten Sehenswürdigkeiten
  • fachliche Führung in der Gedenkstätte Auschwitz
  • Treffen mit einem Gesprächspartner

Im Preis nicht inbegriffen:

  • Hin- und Rückreise
  • Kranken-, Unfall – und Reiserücktrittsversicherung
  • Mittagessen
  • zusätzliche Getränke zum Abendessen
  • persönliche Ausgaben /Trinkgelder, Minibars usw./
  • kulturelle Veranstaltungen / je nach dem aktuellen Repertoire/
  • Filmvorführungen

Die Reise „Kroke – Jüdische Kulturreise nach Krakau” ist auf Anfrage buchbar, daher fragt uns gerne jederzeit. Ein unverbindliches Angebot erstellen wir für euch so schnell wie möglich

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