Klassenfahrt nach Danzig / Gdańsk.
Danzig / Gdańsk – Gesichter einer tausendjährigen Stadt
Gdańsk (Danzig) ist eine Stadt, die nach der nahezu vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg aus Ruinen wiederaufgebaut wurde. Heute präsentiert sie sich im prachtvollen Stil der Hanse und war über Jahrhunderte ein stiller Zeuge der komplexen deutsch-polnischen Geschichte. Im 17. Jahrhundert gehörte Danzig zu den reichsten Städten Europas und stellt ein einzigartiges historisches Phänomen dar: eine Stadt der deutschen Sprache und Kultur, die sich dennoch über lange Zeit politisch und wirtschaftlich mit Polen verbunden fühlte.
Im 20. Jahrhundert wurde Gdańsk gleich zweimal zu einem Ort, an dem sich die Geschichte Europas grundlegend veränderte. Hier begann der Zweite Weltkrieg, und hier entstand die Gewerkschaft Solidarność, deren Wirken maßgeblich zum Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Mittel- und Osteuropa beitrug. Diese beiden Schlüsselereignisse werden eindrucksvoll in zwei modernen Museen vermittelt: im Europäisches Solidarność-Zentrum sowie im Museum des Zweiten Weltkriegs.
Ein besonderer Schwerpunkt einer Klassenfahrt nach Gdańsk liegt auf dem historischen Stadtzentrum. Die Altstadt mit dem Langen Markt, dem Artushof und den reich verzierten Bürgerhäusern gilt als eine der schönsten Stadtsilhouetten Polens. Sie ist zugleich ein außergewöhnliches Beispiel für die sorgfältige und wissenschaftlich begleitete Rekonstruktion historischer Bausubstanz nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Der Wiederaufbau verbindet historische Formen mit moderner Stadtplanung und macht die Altstadt zu einem anschaulichen Lernort für Fragen von Erinnerungskultur, Identität und Verantwortung im Umgang mit dem kulturellen Erbe.
Ein weiteres wichtiges Ziel im Rahmen der Klassenfahrt ist der Ausflug zur Burg Malbork (Marienburg), der größten mittelalterlichen Backsteinfestung Europas. Der Besuch dieser UNESCO-Welterbestätte ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, die Geschichte des Deutschen Ordens sowie die politischen und kulturellen Verflechtungen Mittelosteuropas anschaulich nachzuvollziehen.
1. Tag Anreise nach Danzig
nachmittags Ankunft in Danzig. Unterbringung im Hotel. Abendessen und die erste Stadterkundung
2. Tag Altstadt und Westerplatte
vormittags „Annäherung an die Geschichte der tausendjährigen Stadt” – Führung durch die Altstadt zu den Themen: Danzig als Hansestadt, die Rolle der Deutschen, Polen und anderer Nationalitäten beim Aufbau der Stadt, Danzig als „Freie Stadt” (Rathaus, Fischmarkt, alter Hafen, Langer Markt, Marienkirche, Neptunbrunnen, Artushof, Frauengasse)
nachmittags „Danzig im 2. Weltkrieg” – Fahrt mit dem Schiff durch die Danziger Werft zur Westerplatte, dem Ort, wo der 2. Weltkrieg begann. Besichtigung der dortigen Gedenkstätte „Wachhaus”. Spaziergang zum Denkmal „Den Verteidigern Danzigs” und Rückfahrt zum Hotel
abends Abendessen, anschließend Filmvorführung: „Die Blechtrommel” von Volker Schlöndorff
3. Tag Museum für den Zweiten Weltkrieg und Günter Grass
vormittags Besichtigung des Museums für den Zweiten Weltkrieg
nachmittags „Danzig in der literarischen Erinnerung von Günter Grass” – Spaziergang durch den Stadtteil Langfuhr/Wrzeszcz mit dem Geburtshaus von Grass und zu den Handlungs- und Drehorten von „Die Blechtrommel”, „Katz und Maus”, „Der Butt”
abends Abendessen und Zeit zur freien Verfügung
4. Tag Solidarność Zentrum und Sopot/Zoppot
vormittags „Danzig als Wiege der Solidarnosc” – Besichtigung des den Opfern der Arbeiterproteste von 1970 gewidmeten Denkmals vor dem Haupttor der Danziger Werft und der Ausstellung über die Solidarnosc Bewegung, anschließend Freizeit
nachmittags Fahrt nach Sopot/Zoppot. Spaziergang in dem traditionsreichen Seebad mit Besichtigung der über 0,5 km ins Meer reichenden Mole. Der Ausflug nach Zoppot ist auch per Fahrrad möglich. Die volle Strecke von Danzig nach Zoppot ist ca. 30 km lang und dauert ca. 2,5 Stunde. Der herrliche Fahrradweg führt zum großen Teil entlang der Küste. Rückkehr nach Danzig mit S – Bahn.
abends Abendessen und Zeit zur freien Verfügung
5. Tag Oberländischer Kanal und Marienburg
vormittags „Wo die Schiffe über die Wiese fahren” – Schifffahrt auf dem Oberländischen Kanal – dem Meisterwerk der Ingenieurskunst
nachmittags Weiterfahrt nach Malbork/Marienburg. Besuch der größten Backsteinfestung Europas, des ehemaligen Hauptsitzes des Deutschen Ritterordens (UNESCO-Schutz)
abends Rückkehr nach Danzig, Abendessen im Hotel
6. Tag Danzig - Deutschland
Heimfahrt
Danzig-Klassenfahrt – andere Programmbausteine
Frombork (Frauenburg)
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickelte der Domherr Nicolaus Copernicus hier seine Theorie des heliozentrischen Weltbilds. Der Gelehrte verbrachte in Frombork den größten Teil seines Lebens und hier in der Domkathedrale wurde er bestattet. Erhalten sind die festungsartig bewehrte, gotische Domkathedrale und das Domkapitel mit dem Observatorium von Kopernikus und Bischofspalais mit Kopernikus-Museum. Der 1329 bis 1388 erbaute Dom zu Frauenburg ist ein Meisterwerk der norddeutschen Backsteingotik. Aussichtsplattform des Glockenturmes bietet herrlichen Blick auf die Moränenlandschaft, das Frische Haff und die Frische Nehrung.
Gedenkstätte Stutthof
Die Gedenkstätte Stutthof befindet sich auf dem Gelände des früheren deutschen Konzentrationslagers Stutthof. Dokumente, Ausstellungsstücke und Videos vermitteln den Besuchern einen bewegenden Einblick in die Geschichte der Opfer. Etwa 110.000 Menschen über 30 Nationalitäten waren insgesamt in dem KL Stutthof inhaftiert, wovon ungefähr 65.000 umkamen, davon ca. 50.000 Juden, die teilweise in einer Gaskammer getötet waren. Die Gedenkstätte ist ca. 35 Km von Danzig entfernt. Das Besuch dauert ca. 2 Stunden. Auf Wunsch organisiert die Gedenkstätte für die Schülergruppen auch historische Werkstätte wie Archivarbeit im Stutthofer Museumsarchiv.
Wanderung auf der Wanderdünen in dem Slowinzischen Nationalpark
Der Park fasst breite, sandige Strände, alte Wälder, einen großen Küstensee und vor allem die größten Wanderdünen Europas zusammen. Die höchste Wanderdüne, die sich nahe am Meer befindet, ist 42 Meter hoch (Lacka Gora), die größte Düne dagegen hat eine Fläche von 300 ha. Die Dünen bewegen sich mit der Geschwindigkeit von 10 Meter jährlich und überschütten langsam Wiesen und Wälder. Die Schönheit dieser Küstenregion und einmalige Natur entschädigen schwere Wanderung durch diese „Sahara” der polnischen Küste. Im Dorf Kluki am Lebasee befindet sich ein Freilichtmuseum für Kultur der Slowinzen.
Kanufahrt in der Kaschubischen Schweiz
Der ganztägige Ausflug in die Kaschubische Schweiz. Mehrstündige Kanufahrt auf dem Wda – oder Radunia – Fluss durch die kaschubischen Wälder und Seen. Wunderbare Aussicht vom Wieżyca/Turmberg (mit 329 Metern dem höchsten Berg im nördlichen Polen und gleichzeitig der höchsten Erhebung, die vom skandinavischen Inlandeis südlich der Ostsee aufgeschüttet wurde) auf die idyllische Gegend. Besuch im erstaunlichen „Haus auf dem Kopf”. Lagerfeuer.
Oberländischer Kanal
Der Kanal gehört zu den schönsten Wasserwegen Polens und gleichzeitig ist er ein Meisterwerk der Ingenieurkunst. Der Kanal wurde von 1844 bis 1858 erbaut, überwindet insgesamt 99 Meter Höhenunterschied und verbindet mehrere Seen und Städte von Iława(Eylau) über Ostróda (Osterode) bis Elbląg (Elbing) zum Frischen Haff. Neben herkömmlichen Abstiegsbauwerken mit Schleusen dienen zur Überwindung von Höhenunterschieden fünf Geneigte Ebenen. Hier werden die Schiffe auf einen Schienenwagen verladen und mittels einer Standseilbahn bzw. eines Schrägaufzuges zum nächsten Gewässer weiterbefördert. Der Antrieb erfolgt nur durch Wasserkraft, über Wasserräder, Drahtseile und eine Turbine. Das Staunen das über eine Wiese fahrendes Schiff zu sehen ist einmalig. Fahrt mit dem interessantesten Abschnitt zwischen Elbing und Małtydy dauert ca. 5 Stunden.
Halbinsel Hela
Fahrt mit dem Schiff nach Halbinsel Hela. Die Halbinsel Hela ist eine 34 Kilometer lange Landzunge, welche die Danziger Bucht teilweise von der Ostsee trennt. Die zu Kaschuben gehörende Halbinsel ist 200 Meter bis 3 Kilometer breit. Besichtigung des pittoresken Fischerstädtchens Hela mit dem Fischfangmuseum. Weiterfahrt in Richtung Leba mit dem Halt in Krockow mit dem Schloss des Grafen von Krockow, jetzt Sitz der Stiftung „Europäische Begegnung” und eine Zweigstelle des Westpreußischen Landesmuseums Münster.
Im Preis inbegriffene Leistungen von PolenPlan:
- 5 Übernachtungen in Danzig im ausgewählten Standard
(Hotel, Jugendhotel bzw. Hostel) mit Frühstück - 5 x Abendessen im Hotel – oder Stadtrestaurants
- Transfers vor Ort mit einem privaten Bus wie im Programm vorgesehen
- Stadtführungen mit qualifiziertem Guide wie im Programm vorgesehen
- deutschsprachige Reiseleitung am 5. Tag des Programms
- Eintritte zu den besuchten Sehenswürdigkeiten
- Schifffahrtskarten (Schifffahrt zur Westerplatte und auf dem Oberlandkanal)
- Filmvorführung
Im Preis nicht inbegriffen:
- Hin- und Rückreise (fakultativ, auf Anfrage)
- Kranken-, Unfall- und Reiserücktrittsversicherung
- Mittagessen
- zusätzliche Getränke zum Abendessen
- persönliche Ausgaben /Trinkgelder, usw./
Preis auf Anfrage. Lassen Sie sich von uns schnell, kostenlos und unverbindlich Ihr individuelles Angebot für die Klassenfahrt nach Danzig erstellen.




