Mit dem Deutschen Polen-Institut nach Schlesien
Unter dem Titel „Gestern und heute““ bieten wir gemeinsam mit dem Deutschen Polen-Institut in Darmstadt vom 26. September bis zum 3. Oktober 2026 eine Reise nach Schlesien an. Erleben Sie auf dieser Reise die Vielfalt dieser historischen und kulturellen Landschaft und reisen Sie in eine Region, die wie keine andere in Polen mit der deutschen und polnischen Geschichte verwoben ist!
Von Darmstadt aus führt die Route mit dem Bus zunächst nach Görlitz, in jenen Teil der historischen preußischen Provinz Schlesiens, der bis heute in Deutschland liegt. Bei einer Stadtführung lernen Sie die einzigartige historische Altstadt kennen und damit auch den Grund, warum die Stadt, die oft auch als „Görliwood“ bezeichnet wird, vielen Filmen als Kulisse dient. Von dort aus geht es weiter ins durch seine Schlösser berühmte Hirschberger Tal, wo wir selbst in einem Schloss (Schloss Stonsdorf/Staniszów) übernachten sowie andere Schlösser kennenlernen werden. Auch ein Spaziergang in Hirschberg/Jelenia Góra steht auf dem Programm. Nach einem Besuch der berühmten Friedenskirche in Schweidnitz/Świdnica (UNESCO Weltkulturerbe) und der Begegnungsstätte Kreisau führt die Route weiter nach Breslau, dem unbestrittenen kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum Schlesiens und einer der schönsten Städte des Landes.
Auch die Literatur wird uns während der Reise begleiten, insbesondere das Werk von Gerhart Hauptmann und Joseph von Eichendorff, dessen berühmten Geburtsort, heute eine Burgruine, wir in Lubowice/Łubowice sehen werden. Die Industriegeschichte Schlesiens erkunden wir im unterirdischen Schlesischen Museum in Kattowitz/Katowice, das zu den bekanntesten Museen Polens zählt. Auf dem Rückweg lernen wir noch die Geschichte und Gegenwart der deutschen Minderheit in Polen kennen, indem wir das Dokumentationszentrum der deutschen Minderheit in Oppeln besuchen. Am Ende der Reise gibt es noch etwas Freizeit in Breslau, bevor wir den Rückflug nach Frankfurt antreten.
Höhepunkte der Reise
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Görlitz – schlesische Perle Europas
Stadtführung durch eine der besterhaltenen Altstädte Mitteleuropas und das legendäre „Görliwood“. -
Hirschberger Tal & Schloss Stonsdorf (Staniszów)
Schlösserlandschaft Niederschlesiens, zwei Übernachtungen im Schloss-Hotel und Autorenlesung mit Dr. Matthias Kneip. -
Riesengebirge: Hirschberg, Schreiberhau & Krummhübel
Künstlerorte der Moderne, Miniaturenpark und die einzigartige Stabkirche Wang in Karpacz. -
Schloss Fürstenstein
Monumentale Residenz der Hochbergs – Geschichte, Architektur und die legendäre „Daisy“. -
Friedenskirche in Schweidnitz & Gut Kreisau
UNESCO-Welterbe und zentraler Ort des deutsch-polnischen Widerstands und Dialogs. -
Breslau – Kulturmetropole
Barocke Altstadt, Marktplatz, Jahrhunderthalle (UNESCO) und jüdisches Erbe. -
Literarisches Schlesien: Eichendorff & Hauptmann
Lubowitz als Geburtsort Eichendorffs und Schreiberhau als Künstlerkolonie der Moderne. -
Oberschlesien: Kattowitz, Gleiwitz & Oppeln
Industriegeschichte, Gleiwitzer Sender, Nikiszowiec und das Dokumentationszentrum der Deutschen in Polen.
1. Tag Darmstadt – Görlitz
Am frühen Morgen treffen wir uns in Darmstadt (Ort wird noch bekannt gegeben). Nach der Begrüßung durch Vertreter des Deutschen Polen-Instituts fahren wir im komfortablen Reisebus nach Görlitz, unserer ersten Station in Schlesien! Nach der Ankunft laden wir Sie herzlich ein zu einer Stadtführung. Mit über 4.000 unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden ist Görlitz nach zahllosen Sanierungsarbeiten wieder zu einer schlesischen Perle geworden. Die Stadt ist und war die perfekte Kulisse für viele Filme. Aus Görlitz wurde „Görliwood“ und damit Grund genug, sich die östlichste Stadt Deutschlands mal genauer anzusehen. Am späten Nachmittag checken wir in unserem Hotel ein und genießen ein gemeinsames Abendessen.
2. Tag Görlitz – Hirschberger Tal – Stonsdorf (Staniszów)
Nach dem Frühstück besichtigen wir das Schlesische Museum zu Görlitz. Im Görlitzer Schönhof, der zu den ältesten Renaissancebauten Deutschlands zählt, wurden neun Jahrhunderte schlesischer Geschichte und Kultur dargestellt. Nach einer Mittagspause machen wir uns auf den Weg ins Hirschberger Tal. An keinem Ort Europas standen im 19. Jahrhundert so viele Schlösser auf engem Raum zusammen wie hier. Wir besuchen die bekanntesten von ihnen und genießen die beeindruckende Landschaft. Anschließend fahren wir weiter direkt zu einem der bekanntesten Schlösser des Hirschberger Tals, dem Schloss in Stonsdorf (Staniszów), wo wir im historischen Ambiente zwei Mal das Abendessen genießen und übernachten. Nach dem Abendessen bieten wir Ihnen die Möglichkeit an, an einer Autorenlesung mit Dr. Matthias Kneip teilzunehmen.
3. Tag Stonsdorf (Staniszów) – Hirschberg (Jelenia Góra) – Schreiberhau (Szklarska Poręba) Miniaturenpark in Kowary – Krummhübel (Karpacz) – Stonsdorf (Staniszów)
Unser Programm an diesem Tag beginnt mit einem geführten Spaziergang durch die Altstadt von Hirschberg (Jelenia Góra). Danach fahren wir nach Schreiberhau (Szklarska Poręba), dem bedeutendsten Zentrum des Wintersports im polnischen Riesengebirge und zugleich einem idyllischen, mitten in der Natur gelegenen Städtchen. Schreiberhau zog Künstlerinnen und Künstler an, die hier eine Möglichkeit einer individuellen, künstlerischen Existenz sahen. Im Jahr 1890 beschlossen die beiden Brüder Carl und Gerhart Hauptmann, in Schreiberhau zu wohnen und wählten ein altes Bauernhaus (heute Museum Carl-und-Gerhart-Hauptmann-Haus) als Ort ihrer kreativen Arbeit. In Schreiberhau machen wir einen kurzen Stopp und legen eine gemütliche Mittagspause ein. Am Nachmittag besuchen wir den Miniaturenpark der Niederschlesischen Baudenkmäler. Hier kann man originalgetreue Modelle von Burgen, Schlössern, Klöstern und Rathäusern aus der Region, alle im Maßstab 1:25 gebaut, bewundern. Alle Miniaturen wurden unter Verwendung neuester Modellierungstechniken gebaut. Anschließend fahren wir weiter nach Krummhübel (Karpacz), einem der bekanntesten Erholungsorte des Riesengebirges. Wir besichtigen die mittelalterliche Stabkirche Wang, die der preußische König Friedrich Wilhelm IV. aus Norwegen überführen- und neu zusammenbauen ließ. Direkt an der Kirche auf dem Friedhof befindet sich das Grab eines der bekanntesten Dichter Polens des 20. Jahrhunderts – Tadeusz Różewicz. Am Abend kehren wir nach Stonsdorf zurück, wo uns das Abendessen im Schloss-Hotel erwartet.
4. Tag Schloss Fürstenstein (Zamek Książ) – Friedenskirche in Schweidnitz – Gut Kreisau (Krzyżowa) – Breslau (Wrocław)
Heute verlassen wir das Hirschberger Tal und machen einen malerischen Stopp am Schloss Fürstenstein, dem drittgrößten Schloss in Polen, welches mit seinen 400 Gemächern die Residenz der Fürsten von Hochberg und von Pless war. Hier war auch die Fürstin Maria Teresa Oliwia von Hochberg-Pless, die als „Daisy” bekannt war, zu Hause. Die Mittagspause machen wir in Schweidnitz, wo wir Sie auch zu einer Besichtigung der prächtigen Friedenskirche einladen, die zum Weltkulturerbe zählt. Den Nachmittag verbringen wir im nahegelegenen Gut Kreisau, wo sich das ehemalige Gut der Familie von Moltke befindet. Es diente als Treffpunkt des „Kreisauer Kreises”, einer Gruppe Oppositioneller gegen die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkrieges. Heute spielt das Gut von Moltke eine herausragende Rolle in der polnisch-deutschen Zusammenarbeit, indem es als Begegnungs- und Gedenkstätte dient. Am frühen Abend erreichen wir Breslau, wo uns ein Abendessen in einem 4-Sterne Hotel erwartet.
5. Tag Breslau (Wrocław
Der heutige Tag steht ganz im Zentrum der niederschlesischen Kulturmetropole Breslau. Während einer Stadtführung durch das heutige Wrocław tauchen wir in die barocke Vergangenheit der Stadt ein, wandeln auf den Spuren deutscher Persönlichkeiten wie Joseph von Eichendorff, Edith Stein oder Dietrich Bonhoeffer. Wir erleben das einmalige Flair des Breslauer Marktplatzes mit seinem berühmten Rathaus, das als Wahrzeichen der Stadt gilt. Am Nachmittag werfen wir auch einen Blick auf die Jahrhunderthalle, das von der UNESCO geschützte, modernistische, monumentale Werk des Architekten Max Berg und spazieren über den jüdischen Friedhof, auf dem unter anderem der Sozialist Ferdinand Lassalle seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Am späten Nachmittag genießen Sie Zeit zur freien Verfügung und gestalten den Abend nach eigenem Wunsch. An diesem Tag können Sie in einem beliebigen Stadtrestaurant die regionale Küche genießen.
6. Tag Breslau – Lubowitz (Łubowice) – Kattowitz (Katowice)
Auf dem Weg von Breslau nach Kattowitz machen wir Halt in Lubowitz, wo im Jahr 1788 der romantische Dichter Joseph von Eichendorff in einem Schloss zur Welt kam, dessen Ruinen noch heute stehen und die zu einer Begegnungsstätte gehören, die an Leben und Schaffen dieses bedeutenden Schriftstellers erinnern. In Lubowitz essen wir gemeinsam zu Mittag. Am Nachmittag fahren wir weiter nach Kattowitz mit Stopp am Gleiwitzer Sender. An diesem 118 Meter hohen Sendeturm, der eine Überraschung für Sie bereithält, erfahren Sie, wie der fingierte Überfall auf den Sender am 31. August 1939 tatsächlich ablief. Nach der Ankunft in Kattowitz bieten wir Ihnen fakultativ einen Besuch in einem der spektakulärsten Museen Polens an, dem Schlesischen Museum, wo man die Geschichte und Gegenwart Oberschlesiens verfolgen kann. Nach dem Einchecken in unserem 4-Sterne-Hotel genießen wir das Abendessen.
7. Tag Kattowitz (Katowice) – Oppeln (Opole) – Breslau (Wrocław)
Am Vormittag laden wir Sie zu einer Rundfahrt durch Kattowitz ein. Diese oberschlesische Stadt ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort des Landes und blickt bereits auf eine lange Industriegeschichte zurück. Auf dem Programm stehen u.a. das Stadtzentrum, die Arbeitersiedlung Nikiszowiec und der Stopp am Kohlebergwerk Wujek. Anschließend fahren wir weiter nach Oppeln, wo wir in der Altstadt eine Mittagspause einlegen. Am Nachmittag besuchen wir das Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen und besichtigen die zweisprachige Dauerausstellung, die die Geschichte und die Aktivität der Deutschen auf dem Gebiet des gegenwärtigen Polens von der Vergangenheit bis heute dokumentiert und präsentiert. Danach bieten wir die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch. Anschließend fahren wir nach Breslau zurück, erreichen unser 4-Sterne-Hotel und nehmen dort das Abschiedsessen ein.
8. Tag Heimreise
Nach dem Frühstück können Sie den letzten Tag auf eigene Faust in Breslau genießen. Am Nachmittag fahren wir zum Flughafen und treten die Heimreise an. (Rückflug: EN 8781 WRO 19.05 – FRA 20.30, Lufthansa betrieben von Air Dolomiti, Bustransfer zum Flughafen ca. 16.30 Uhr)
Verbindliche Anmeldungen:
Informationen bei Ulli Emig, emig@dpi-da.de
REISELEISTUNGEN:
– Busfahrt im komfortablen Reisebus ab Darmstadt bis zum Flughafentransfer in Breslau am letzten
Programmtag
– Flugticket: Breslau – Frankfurt am Main am 03.10.2026
– 7 x Übernachtung inkl. Frühstücksbüffet
– 6 x Abendessen
– Alle Führungen und Eintrittsgebühren laut Programm
– Begleitung durch den Schriftsteller, Publizisten und Polenexperten Dr. Matthias Kneip, sowie den
Geschäftsführer des Deutsches Polen-Instituts, Ulli Emig
Preis:
1.798 EUR pro Person im DZ
1.998 EUR pro Person im EZ
IM PREIS NICHT INBEGRIFFEN:
– Kranken-, Unfall – und Reiserücktrittsversicherung
– Getränke zu den Mahlzeiten
– persönliche Ausgaben, Trinkgelder u. ä.
BEMERKUNG:
Von Seiten der Veranstalter besteht für die teilnehmenden kein Versicherungsschutz.
Die Teilnehmenden kümmern sich selbst um ihre Reisekranken- Reiserücktritt-, bzw. Reiseabbruchversicherung (inkl. Versicherung der Kosten einer notwendigen früheren Heimreise).




