Klassenfahrt nach Krakau
Klassenfahrt nach Krakau – Programm im Überblick
- Dauer: 5 Tage
- Ziel: Krakau und Umgebung
- Schwerpunkt: Geschichte des 20. Jahrhunderts im Stadtraum
- Programmpunkte: Altstadt, Wawel, Kazimierz, Auschwitz-Birkenau
- Optional: Zeitzeugengespräch oder Salzbergwerk Wieliczka
Für wen ist diese Klassenfahrt geeignet?
- Schulklassen ab Klasse 8
- Geschichte / Politik / Deutsch
- Vorbereitung auf Unterricht
Warum Klassenfahrt nach Krakau?
Krakau – die Kulturhauptstadt Polens und unsere Heimatstadt. Für viele Gruppen ist eine Klassenfahrt nach Krakau ein erster Zugang zu einer Stadt, die sich nicht auf einzelne Sehenswürdigkeiten reduzieren lässt. In der großen Weichsel-Schleife liegt ein geschlossenes städtebauliches Ensemble: das Königsschloss mit der Kathedrale – Krönungsort der polnischen Könige – und darunter die Altstadt mit dem Hauptmarkt, dem größten mittelalterlichen Platz Europas, sowie das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz.
Die Stadt ist kein Nebeneinander von Epochen, sondern ein Gefüge: Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus stehen nicht isoliert, sondern bilden eine gewachsene Struktur. Über Jahrhunderte hinweg prägte das Zusammenleben polnischer, deutscher und jüdischer Bewohner diese Ordnung; Einflüsse aus Italien und Deutschland sind bis heute im Stadtbild ablesbar. Mit der Jagiellonen-Universität gehört Krakau zudem zu den ältesten Universitätsstädten Europas.
Heute ist Krakau eine Stadt mit rund 150000 Studierenden, mit einem dichten kulturellen Angebot und einer Infrastruktur, die Wege kurz hält. Gerade deshalb eignet sich die Stadt für eine Krakau Klassenfahrt, bei der sich Inhalte im Stadtraum erschließen lassen, ohne künstliche Übergänge.
Zugleich ist Krakau ein Ausgangspunkt für Programme, die über die Stadt hinausführen. Das ehemalige jüdische Viertel, das Gelände des Ghettos in Podgórze, das Museum in der ehemaligen Fabrik Oskar Schindlers sowie die nahe gelegene Gedenkstätte Auschwitz bilden einen Zusammenhang, der viele Reisen als Klassenfahrt nach Krakau und Auschwitz prägt. In dieser Form wird die Reise häufig als Krakau Auschwitz Klassenfahrt geplant – nicht als Aneinanderreihung von Orten, sondern als strukturierter Weg durch unterschiedliche Räume.
Höhepunkte der Reise
• Krakau als kompakter Stadtraum – kurze Wege zwischen Altstadt, Wawel und Kazimierz
• Hauptmarkt, Marienkirche und Wawel – zentrale Orte mit klarer historischer Funktion
• Kazimierz – ehemalige jüdische Infrastruktur mit Synagogen und Friedhof
• Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau – geführter Rundgang durch Auschwitz I und Birkenau
• Podgórze – Gelände des ehemaligen Ghettos mit erhaltenen Fragmenten und Erinnerungsorten
• Museum in der ehemaligen Fabrik Oskar Schindlers – Ausstellung zur Besatzungszeit in Krakau
• Zeit zur freien Verfügung im Stadtraum
• Optionale Ergänzungen: Zeitzeugengespräch oder Salzbergwerk Wieliczka
1. Tag Willkommen in Krakau / Witamy w Krakowie
Die Anreise mit dem Reisebus erfolgt meistens am Nachmittag. Nach dem Check-in im Hotel – wir liegen zentral, die Wege sind kurz – bleibt meist noch genug Zeit für einen ersten Spaziergang durch die Altstadt. Erster Anlaufpunkt ist der Hauptmarkt, der größte mittelalterliche Marktplatz Europas, und ein guter Ort, um in der Stadt anzukommen.
2. Tag Altstadt, Königsschloss Wawel und Kathedrale, jüdisches Stadtviertel Kazimierz, Klezmermusik
Der Hauptmarkt mit der Marienbasilika und dem berühmten Hochaltar – einem Meisterwerk des Nürnberger Künstlers Veit Stoß –, die Tuchhallen, die Universität mit dem Collegium Maius und seinem gotischen Innenhof, die repräsentative Königsweg und schließlich der Wawel selbst: Schloss und Kathedrale, Krönungs- und Begräbnisstätte der polnischen Könige, gehören zu den wichtigsten Stationen unseres Altstadtprogramms.
Am Nachmittag gehen wir nach Kazimierz, dem ehemaligen jüdischen Viertel Krakaus. Mit sieben Synagogen, zahlreichen Bethäusern und hunderten historischen Mietshäusern zählt Kazimierz zu den am besten erhaltenen jüdischen Stadtvierteln Europas. Wir erzählen von den jüdischen Bewohnern der Stadt, von der über 800-jährigen Geschichte der Gemeinde, von Religion, Ritualen und Alltagsbräuchen. Wir besuchen eine Synagoge sowie den alten jüdischen Friedhof mit dem Grab von Rabbi Moses Isserles (Remu), zu dem bis heute Jüdinnen und Juden aus aller Welt pilgern.
Am Abend laden wir zu einem Abendessen bei Live-Klezmermusik in eines der jüdischen Restaurants in Kazimierz ein.
3. Tag Gedenkstätte Auschwitz - Topografdie und Logik der Vernichtung
Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau liegt etwa eine Stunde Busfahrt von Krakau entfernt. In Auschwitz I, – Stammlager, besuchen wir die Dauerausstellung zur Geschichte des Lagers – zur Organisation von Verfolgung und Vernichtung, zum sogenannten Block 11, dem „Todesblock”, zur historischen Hinrichtungsstätte sowie zur einzigen erhaltenen Gaskammer mit dem Krematorium.
In Auschwitz II – Birkenau, tritt die Dimension des Verbrechens anders in Erscheinung: Auf rund 150 Hektar stehen noch die Häftlingsbaracken oder ihre Ruinen, die Rampe der Selektionen, die Überreste der Gaskammern und Krematorien. Es ist ein Ort, der keine Worte braucht – und dem man trotzdem nicht ausweicht.
4. Tag Oskar Schindler Fabrik, Getto, Zeitzeuge / Freizeit
Am Vormittag besuchen wir die ehemalige Fabrik Oskar Schindlers – heute ein Museum mit einer eindringlichen multimedialen Ausstellung über Krakau unter der deutschen Besatzung von 1939 bis 1945. Die Ausstellung zeigt, wie der Alltag in der besetzten Stadt aussah, und rückt dabei vor allem das Schicksal der jüdischen Bevölkerung in den Mittelpunkt.
Danach gehen wir zu Fuß durch das Gebiet des ehemaligen Gettos. Wir folgen der Geschichte seiner Bewohner – von den ersten Ausgrenzungen über die Einschließung im Getto bis zu seiner Liquidierung und den Deportationen in die Vernichtungslager. Dabei sehen wir das Denkmal der „leeren Stühle“, die Adler-Apotheke, die während der Besatzung ein stiller Ort der Hilfe war, sowie erhaltene Teile der Ghettomauer.
Der Nachmittag gehört euch – mit Freizeit oder, wer möchte, einem fakultativen Programmpunkt. Wenn es die Verfügbarkeit erlaubt, besteht die Möglichkeit eines Treffens mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, darunter Überlebenden des Holocaust. Wer nach einem solch dichten Vormittag etwas Abstand benötigt, für den haben wir eine echte Alternative: das Salzbergwerk Wieliczka. Ein unterirdisches Labyrinth aus hunderten Kilometern Stollen, Grotten, Kapellen und Skulpturen – und ein erstaunliches Zeugnis dessen, was Menschen unter der Erde gebaut haben. Oder einfach freie Zeit: der Hauptmarkt, die Tuchhallen, ein Café – Krakau lässt sich auch ganz ohne Programm gut aushalten.
5. Tag Auf Wiedersehen / Do zobaczenia
Ein voller Aufenthalt – und wahrscheinlich einiges, das noch eine Weile nachhallt. Rückfahrt nach Hause. Do zobaczenia, Kraków.
Verlängerungsmöglichkeit: Pieninen und das Durchbruchstal von Dunajec – Tagesausflug
Die größte Attraktion des rund 100 km von Krakau entfernten Pieninen-Nationalparks ist die Floßfahrt durch den Dunajec-Durchbruch. Der Gebirgsfluss schneidet sich tief ein und windet sich in zahlreichen Mäandern zwischen bis zu hundert Meter hohen Felsabbrüchen und hellen Kalksteinwänden hindurch – bis man irgendwann das Gefühl hat, die Orientierung zu verlieren und gar nicht mehr zu wissen, in welche Richtung unser Floß eigentlich treibt.
„Floß“ klingt zwar ein wenig abenteuerlich, in Wirklichkeit handelt es sich jedoch um mehrere miteinander verbundene, schmale, aber lange Boote mit bequemen Sitzbänken. Die Fahrt ist völlig ungefährlich, dafür aber voller Eindrücke, die man nur draußen in der Natur sammelt: blauer Himmel, das Weiß der Felsen, das Grün der Wälder und das schäumende Wasser. In ihren farbenfrohen Goralenwesten kümmern sich die Flößer aufmerksam um ihre Gäste.
Nach etwa zwei Stunden endet die Floßfahrt im kleinen Kurort Szczawnica. Nach der Mittagspause können wir – über einen leichten Weg – noch auf einen der Pieninen-Gipfel steigen, die nur vom Fluss aus betrachtet so unzugänglich wirken.
Im Preis inbegriffene Leistungen von PolenPlan:
- 4 Übernachtungen in Krakau im ausgewählten Standard
(Hotel, Jugendhotel bzw. Hostel) mit Frühstück - 3 x Abendessen im Hotel (3-Gänge-Menü mit Mineralwasser)
- 1 x Abendessen im jüdischen Restaurant in Krakau mit Klezmer – Konzert
- Transfers mit einem privaten Bus wie im Programm vorgesehen
- Stadtführungen mit qualifiziertem Guide wie im Programm vorgesehen
- Eintritte zu den besuchten Sehenswürdigkeiten
- fachliche Führung in der Gedenkstätte Auschwitz
Im Preis nicht inbegriffen:
- Hin- und Rückreise (Flüge)
- Kranken- , Unfall – und Reiserücktrittsversicherung
- Mittagessen
- zusätzliche Getränke zum Abendessen
- Treffen mit einem Zeitzeugen
- Filmvorführung, Freizeitangebote
- Ausflug zum Wieliczka Salzbergwerk (fakultativ)
Jede 21. Person Übernachtung mit Frühstück im Doppelzimmer und Verpflegung laut Programm kostenlos.
Preis auf Anfrage. Lassen Sie sich von uns schnell, kostenlos und unverbindlich Ihr individuelles Angebot für die Reise „Kult- und Kulturstadt. Die klassische Klassenfahrt nach Krakau ” erstellen.


















