Pilgerreise nach Krakau und Südpolen
Wir folgen den Spuren des heiligen Johannes Paul II. durch Landschaften und Städte, die ihn geprägt haben – und die ohne ihn heute anders gelesen werden. Diese Pilgerreise nach Krakau und Südpolen ist dabei kein gewöhnlicher Auftakt, sondern ein Einstieg in einen Raum, in dem sich Biografie, Geschichte und Alltag auf besondere Weise verbinden. Krakau wird zum Bezugspunkt: eine Stadt, in der sich Wege kreuzen und Zusammenhänge sichtbar werden.
Von hier aus bewegen wir uns weiter – nach Wadowice, wo alles begann, nach Kalwaria Zebrzydowska, wohin er immer wieder zurückkehrte, und in die Berge von Podhale, die für ihn Rückzugsort und Freiheit bedeuteten.
Unsere Pilgerreise ist keine lineare Erzählung. Sie führt durch Orte des Glaubens, aber auch durch Räume von Bruch und Widerspruch – Nowa Huta als sozialistisches Gegenprojekt, Auschwitz als radikale Herausforderung für jedes religiöse Denken. Dazwischen stehen Łagiewniki und Tschenstochau, Orte, an denen sich persönliche Frömmigkeit in eine größere Bewegung übersetzt.
Wir begegnen dabei nicht nur dem Papst, sondern vor allem dem Menschen vor dem Pontifikat: dem Studenten, dem Priester, dem Bischof. Während unserer Pilgerreise wird die Gestalt des heiligen Johannes Paul II. zugleich zum Ausgangspunkt für ein vertieftes Verständnis der polnischen Religiosität, Kultur und Geschichte. Unser Programm verbindet bewusst Elemente der Pilgerreise mit denen einer klassischen Kulturreise und öffnet damit einen Raum, in dem sich beide Perspektiven ergänzen.
Höhepunkte der Reise
- Krakau – geistiges Zentrum Polens, oft als „polnisches Rom“ bezeichnet, mit bedeutenden Kirchen und historischen Orten
- Wadowice und Kalwaria Zebrzydowska – Orte der frühen Jahre von Karol Wojtyła
- Jasna Góra in Tschenstochau – zentraler Pilgerort Polens und Höhepunkt der Reise
- Sanktuarium der Göttlichen Barmherzigkeit in Łagiewniki – ein Ort von weltweiter Bedeutung
- Begegnung mit Orten des Glaubens und des Alltags von Karol Wojtyła
- Nowa Huta als Beispiel für das Spannungsfeld zwischen Kirche und Kommunismus
- Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau als Teil der historischen Erfahrung des Landes
- Landschaften von Podhale und die Tatra – Rückzugsorte des jungen Wojtyła
1. Tag Krakau
Wir erreichen Krakau und kommen in Ruhe in der Stadt an. Am Flughafen werden wir von unserer Reiseleitung empfangen, die uns während des gesamten Aufenthalts begleitet. Gemeinsam fahren wir mit dem Bus zum Hotel. Dort bleibt Zeit, sich auszuruhen und sich auf die kommenden Tage einzustimmen.
Am Nachmittag erkunden wir die Krakauer Altstadt. Der Weg führt uns durch die engen Gassen der historischen Stadt, vorbei an den mittelalterlichen Gebäuden der Jagiellonen-Universität, an der der junge Karol Wojtyła studierte und promovierte. Auf dem weitläufigen Marktplatz besuchen wir die Marienkirche mit dem berühmten Altar von Veit Stoß. In den 1950er Jahren war Wojtyła hier als Prediger und Beichtvater tätig.
Wenige Schritte weiter sehen wir den Bischofspalast, der eng mit seinem Leben verbunden ist: Hier empfing er am 1. November 1946 die Priesterweihe, hier residierte er als Metropolit von Krakau und hier wohnte er während seiner späteren Besuche in der Stadt. Gegenüber liegt die Franziskanerkirche, in der Wojtyła regelmäßig betete und seine feste Bank hatte. In der Kanonicza-Straße sehen wir sein ehemaliges Wohnhaus aus der Zeit als Krakauer Bischof.
Der Rundgang endet auf dem Wawel-Hügel in der Kathedrale – Krönungskirche und Begräbnisstätte der polnischen Könige mit den Reliquien des heiligen Stanislaus. In der Krypta des heiligen Leonhard feierte der junge Priester Wojtyła seine erste Messe.
Am Abend erwartet uns ein Abendessen im Hotel.
2. Tag Krakau - Wadowice - Kalwaria Zebrzydowska - Sanktuarium in Lagiewniki - Krakau
Unter dem Leitgedanken „Hier hat alles begonnen“ fahren wir nach Wadowice, dem Geburtsort von Johannes Paul II. Wir besichtigen die Familienwohnung sowie die Pfarrkirche, in der er getauft wurde. Eine Kaffeepause mit der berühmten Cremeschnitte – seinem Lieblingskuchen – gehört ebenfalls dazu.
Anschließend fahren wir weiter nach Kalwaria Zebrzydowska zum Bernhardinerkloster, einem der wichtigsten Pilgerorte Polens. Bereits als Kind kam Wojtyła hierher und betete für seine früh verstorbene Mutter. Die Anlage gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Zurück in Krakau besuchen wir noch das Sanktuarium in Łagiewniki, das eng mit der heiligen Faustina Kowalska verbunden ist. Die Mystikerin prägte den Kult der göttlichen Barmherzigkeit, den Johannes Paul II. später weltweit förderte. Die Basilika und das Grab der Heiligen sind heute Ziel von Millionen Pilgern. Der Besuch des Klosters und dort findet auch die heutige heilige Messe statt.
Am Abend erwartet uns ein Abendessen im Hotel.
3. Tag Nowa Huta - Gedenkstätte Auschwitz
Unter dem Thema „Glauben und Kommunismus“ fahren wir nach Nowa Huta, dem sozialistischen Stadtteil Krakaus. Die in den 1950er Jahren geplante Musterstadt sollte bewusst ohne religiöse Strukturen entstehen. Über viele Jahre hinweg kämpften die Bewohner um den Bau einer Kirche.
1967 legte Bischof Karol Wojtyła den Grundstein für die Kirche „Arche des Herrn“, die später zu einem Symbol des Glaubens und des Widerstands wurde. Wir besichtigen die Kirche und halten dort eine kurze Andacht.
Anschließend fahren wir direkt weiter zur Gedenkstätte Auschwitz. Während seines Besuchs im Jahr 1979 sagte Johannes Paul II.: „Als Papst konnte ich es mir nicht erlauben, nicht hierher zu kommen.“ Wir besichtigen das Stammlager Auschwitz I mit der Hungerzelle des heiligen Maximilian Kolbe sowie Auschwitz II-Birkenau.
Am Abend kehren wir nach Krakau zurück und essen im Hotel.
4. Tag Krakau - Zakopane und Hoche Tatra
Wir fahren in die Region Podhale am Fuße der Tatra – eine Landschaft, mit der Karol Wojtyła besonders verbunden war. Die Bergwelt, die lebendige Folklore und die Religiosität der Goralen prägten seine Freizeit als Wanderer und Skifahrer. In Zakopane lernen wir die charakteristische Holzarchitektur kennen und besuchen die Kirche Unserer Lieben Frau von Fatima, die als Dank für die Rettung des Papstes nach dem Attentat von 1981 errichtet wurde. Je nach Wetter und Kondition der Teilnehmer fahren wir mit der Seilbahn auf die Gubałówka und genießen das Panorama der Tatra oder unternehmen einen Spaziergang zur Einsiedelei des heiligen Albert, eines Künstlers, der sein Leben den Armen widmete.
Auf dem Rückweg sehen wir das Dorf Chochołów mit seiner ursprünglichen Holzarchitektur
Das Abendessen nehmen wir in einer regionalen Karczma bei den Klängen goraler Musik ein.
5. Tag Krakau - Tschenstochau
Heute erreichen wir Tschenstochau – den wichtigsten Pilgerort Polens und einen der bedeutendsten Wallfahrtsorte Europas. Der Aufenthalt auf dem Jasna Góra bildet den zentralen Punkt und zugleich den Höhepunkt unserer Pilgerreise. Jedes Jahr kommen Millionen Pilger hierher, viele von ihnen zu Fuß und oft über mehrere hundert Kilometer. Die Tradition der Fußpilgerfahrten nach Tschenstochau ist in Polen bis heute lebendig und fest verankert. Ziel dieser Wege ist die Ikone der Schwarzen Madonna, vor der seit Jahrhunderten gebetet wird. Auch Karol Wojtyła pilgerte mehrfach an diesen Ort, später auch als Papst.
Im Kloster besichtigen wir die Basilika, die Kapelle mit der Ikone, die Schatzkammer und das Museum. In Tschenstochau haben wir für die Gruppe auch eine heilige Messe vorgesehen.
Am späten Nachmittag kehren wir nach Krakau zurück. Anschließend bleibt Zeit zur freien Verfügung.
Am Abend gehen wir in der Altstadt von Kraków gemeinsam zu einem Abschiedsessen.
6. Tag Heimfahrt
Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an. Geistige Impulse und persönliche Eindrücke begleiten uns über die Reise hinaus.
- Wir helfen gerne bei der Organisation Ihrer Hin- und Rückreise (Flugtickets, Ferntransfers mit privatem Bus)
- Es besteht die Möglichkeit, Ihren Aufenthalt zu verlängern
Im Preis inbegriffene Leistungen von Marco der Pole:
- 5 Übernachtungen in Krakau im gewählten Hotelstandard mit Frühstücksbuffet
- 5 x Abendessen (3-Gänge-Menü, Kaffee, Tee, Mineralwasser). Hotel- oder Altstadtrestaurants laut Programm.
- Transfers mit einem privaten, komfortablen Bus, wie im Programm vorgesehen
- deutschsprachige Reiseleitung
- Stadtführungen mit qualifiziertem Guide, wie im Programm vorgesehen
- Eintritte zu den besuchten Sehenswürdigkeiten
- Fachliche Führung im Paulinerkloster in Tschenstochau
- Fachliche Führung in der Gedenkstätte Auschwitz
- Fahrt mit der Seilbahn auf den Gubalowka Berg
Im Preis nicht inbegriffen:
- Hin- und Rückreise (Flüge, Bus – auf Anfrage)
- Kranken-, Unfall- und Reiserücktrittsversicherung
- Mittagessen
- zusätzliche Getränke zum Abendessen
- persönliche Ausgaben
- private Heilige Messe

