au zwrotnica1
au zdjecia21
au ogrodzenie
au slupy2
au 123

Der Weg nach Auschwitz

Reise auf Anfrage, Termin: beliebig, Dauer: Tage, Die Reise findet ab Der Weg nach Auschwitz - Bild 1 Teilnehmern statt. Unser Programm ist ein Vorschlag – wir passen es flexibel an die Erwartungen Ihrer Gruppe an.

note text

Reiseübersicht

Wie Ausgrenzung, Propaganda und Diktatur den Holocaust möglich machten. Historisch-politisches Studienseminar

Auschwitz steht heute weltweit als Symbol für den Holocaust. Doch der Weg dorthin begann nicht mit den Gaskammern, sondern viele Jahre zuvor – mit Ausgrenzung, Propaganda, Entrechtung und der schrittweisen Errichtung einer Diktatur. Diese Studienreise folgt diesem historischen Prozess vom nationalsozialistischen Machtzentrum in Berlin bis zum Ort seiner grausamsten Konsequenz. Sie verbindet die Auseinandersetzung mit der Ideologie und den Strukturen des NS-Staates mit authentischen Orten der Verfolgung und Vernichtung. Gleichzeitig richtet sie den Blick auf das Leben der jüdischen Gemeinden vor dem Holocaust, auf das Schicksal der Opfer und auf die Verantwortung der Täter. Die Begegnung mit einem Zeitzeugen eröffnet dabei eine persönliche Perspektive, die historische Quellen allein nicht vermitteln können. Die einzelnen Programmpunkte bauen inhaltlich aufeinander auf und machen deutlich, dass Auschwitz nicht am Anfang, sondern am Ende einer langen Entwicklung stand. Ziel der Reise ist es, historische Zusammenhänge zu verstehen, Manipulation und Propaganda zu erkennen und daraus Verantwortung für die Gegenwart abzuleiten.

Höhepunkte der Reise

  • Berlin – Topographie des Terrors
    Einblick in die Entstehung, die Strukturen und die Funktionsweise der nationalsozialistischen Diktatur am historischen Ort der ehemaligen Gestapo- und SS-Zentrale.
  • Mahnmal Gleis 17 & Gleiwitzer Rundfunksender
    Zwei authentische Erinnerungsorte, die den Weg von Ausgrenzung und Deportation über Propaganda bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs nachvollziehbar machen.
  • Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau
    Umfassende Besichtigung von Auschwitz I und Auschwitz II-Birkenau – dem zentralen Ort des nationalsozialistischen Massenmordes an den europäischen Juden.
  • Das Interessengebiet des KL Auschwitz
    Rundfahrt durch das Umfeld des Lagers mit Einblicken in das System der Zwangsarbeit, die Rolle der deutschen Industrie und die nationalsozialistischen Planungen für Oświęcim.
  • Begegnung mit einem Holocaust-Überlebenden
    Ein persönliches Gespräch mit einem Zeitzeugen eröffnet einen unmittelbaren Zugang zur Geschichte und verleiht den historischen Ereignissen eine menschliche Dimension.
  • Jüdisches Leben in Krakau
    Rundgang durch Kazimierz, das ehemalige Ghetto Podgórze und die ehemalige Emaillefabrik Oskar Schindlers – auf den Spuren jüdischen Lebens, seiner Zerstörung und der Erinnerung.
  • Historische Zusammenhänge verstehen
    Ein inhaltlich aufeinander aufbauendes Studienprogramm, das den Weg von der NS-Ideologie über Propaganda und Krieg bis zum Holocaust nachvollziehbar macht.
note text

Reiseverlauf Tag für Tag

Alle Tage anzeigen

1. Tag Berlin

Unsere Reise beginnt in Berlin – dort, wo die nationalsozialistische Diktatur ihre politischen und administrativen Zentren besaß. Nach der Ankunft und dem Bezug unserer Zimmer besuchen wir das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, das sich auf dem Gelände der ehemaligen Zentralen von Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt befindet. Die Ausstellung zeigt, wie das nationalsozialistische Herrschaftssystem zwischen 1933 und 1945 aufgebaut und organisiert wurde. Sie dokumentiert zugleich die schrittweise Vorbereitung von Verfolgung, Krieg und Völkermord und macht deutlich, wie staatliche Institutionen zu Trägern von Terror und Gewalt wurden. Damit bildet Berlin den Ausgangspunkt unserer Reise und das Fundament für das Verständnis der folgenden Stationen.

Der Abend steht zur freien Verfügung.

Übernachtung in Berlin

2. Tag Berlin – S-Bahnhof Grunewald – Gleiwitzer Rundfunksender – Oświęcim (Auschwitz)

Bevor wir Berlin verlassen, besuchen wir das Mahnmal Gleis 17 am S-Bahnhof Berlin-Grunewald. Von hier aus wurden Tausende Berliner Jüdinnen und Juden nach Auschwitz, Łódź, Theresienstadt und in andere Lager deportiert. Der Ort markiert den Übergang von Ausgrenzung und Entrechtung zur systematischen Deportation und lädt zu einer reflektierenden Auseinandersetzung mit den Schicksalen der Opfer ein.

Auf unserem weiteren Weg nach Oświęcim halten wir am Gleiwitzer Rundfunksender. Die von den Nationalsozialisten inszenierte Provokation, die propagandistisch als Angriff angeblicher polnischer Freischärler dargestellt wurde, diente dem NS-Regime als Vorwand für den Überfall auf Polen am 1. September 1939 und markierte den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Sie zeigt beispielhaft, wie Propaganda gezielt eingesetzt wurde, um Krieg und Gewalt politisch zu legitimieren.

Am Abend erreichen wir Oświęcim. Nach dem Zimmerbezug und dem Abendessen lassen wir den Tag gemeinsam ausklingen.

Übernachtung in Oświęcim

3. Tag Auschwitz I (Stammlager) und Auschwitz II-Birkenau

Heute erreichen wir den Ort, auf den die bisherigen Stationen unserer Reise hingeführt haben. Auschwitz steht wie kein anderer Ort für die industrielle Organisation des nationalsozialistischen Massenmordes.

Am Vormittag besuchen wir das Stammlager Auschwitz I. Die Ausstellung vermittelt einen Einblick in den Alltag der Häftlinge, die Mechanismen ihrer Entrechtung und Vernichtung sowie in die Geschichte der Menschen, die hier inhaftiert wurden. Persönliche Gegenstände der Opfer, der Block 11, der Erschießungshof sowie die erste Gaskammer mit Krematorium verdeutlichen die schrittweise Radikalisierung der nationalsozialistischen Gewaltpolitik.

Am Nachmittag setzen wir unseren Rundgang in Auschwitz II-Birkenau fort – dem größten deutschen Vernichtungszentrum während des Holocaust. Wir sehen die Ankunftsrampe, auf der die Selektionen stattfanden, die Häftlingsbaracken, die Ruinen der Gaskammern und Krematorien sowie die weitläufigen Reste der Lagerinfrastruktur. Die Größe des Geländes macht die Dimension der Deportationen und der industriell organisierten Vernichtung in einer Weise erfahrbar, die durch Zahlen allein kaum vermittelt werden kann.

Übernachtung in Oświęcim

4. Tag Oświęcim, Interessengebiet des KL Auschwitz und Begegnung mit einem Zeitzeugen

Nach dem Besuch der Gedenkstätte richtet sich unser Blick auf die Stadt Oświęcim selbst. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten hier Polen und Juden über Generationen hinweg gemeinsam. Beim Besuch der Ausstellung in der einzigen erhalten gebliebenen Synagoge der Stadt setzen wir uns mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde auseinander und verfolgen ihr Schicksal während der deutschen Besatzung.

Anschließend unternehmen wir eine Rundfahrt durch das sogenannte Interessengebiet des KL Auschwitz. Sie macht deutlich, dass Auschwitz weit mehr war als ein Vernichtungslager. Das Lager war zugleich Mittelpunkt eines riesigen Wirtschafts- und Industriekomplexes, dessen Produktion auf der Ausbeutung hunderttausender Zwangsarbeiter beruhte und von Unternehmen wie IG Farben, Siemens, Krupp oder AEG wirtschaftlich genutzt wurde.

Während der Rundfahrt lernen wir außerdem die nationalsozialistischen Pläne kennen, Oświęcim zu einer deutschen Musterstadt im Osten auszubauen. Unsere Route führt unter anderem über das Gelände von Auschwitz III-Monowitz, das eigens für den IG-Farben-Konzern errichtet wurde, zum Nebenlager Jawischowitz bei der Steinkohlegrube sowie zur Frauenstrafkompanie in Budy.

Am Nachmittag fahren wir nach Krakau. Dort erwartet uns möglicherweise der bewegendste Programmpunkt der gesamten Reise: die Begegnung mit einem Holocaust-Überlebenden. Das persönliche Gespräch eröffnet einen unmittelbaren Zugang zur Geschichte und erinnert daran, dass sich hinter historischen Ereignissen immer individuelle Lebenswege und menschliche Schicksale verbergen.

Nach dem Abendessen beziehen wir unsere Zimmer.

Übernachtung in Krakau

5. Tag Kazimierz, Ghetto Podgórze und Oskar Schindlers Emaillefabrik

Nach der Auseinandersetzung mit dem Ort der Vernichtung richtet sich unser Blick auf das jüdische Leben, das dieser Vernichtung vorausging.

Krakau war über Jahrhunderte eines der wichtigsten Zentren jüdischer Kultur in Polen. Während unseres Rundgangs durch das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz lernen wir die religiösen Traditionen, den Alltag und die kulturelle Vielfalt einer Gemeinde kennen, die das Leben der Stadt über Jahrhunderte entscheidend mitprägte.

Im zweiten Teil des Tages folgen wir dem Schicksal der Krakauer Juden während der deutschen Besatzung. Im ehemaligen Ghetto von Podgórze und in der Ausstellung der ehemaligen Emaillefabrik Oskar Schindlers beschäftigen wir uns mit Ausgrenzung, Verfolgung und Deportation sowie mit den wenigen Möglichkeiten des Überlebens und der Hilfe.

Am Nachmittag bleibt Zeit für eigene Eindrücke und persönliche Reflexion.

Am Abend kommen wir zu einem gemeinsamen Auswertungsgespräch zusammen. Welche Erkenntnisse nehmen wir mit? Was hat uns besonders bewegt? Welche Fragen bleiben offen? Und welche Verantwortung erwächst aus der Auseinandersetzung mit dieser Geschichte für unser eigenes Handeln?

Übernachtung in Krakau

6. Tag Rückreise

Nach sechs intensiven Tagen treten wir die Heimreise an.

Unsere Reise begann dort, wo die nationalsozialistische Diktatur ihre politischen und ideologischen Grundlagen schuf. Sie führte uns über die Mechanismen von Propaganda und Krieg bis an den Ort, an dem die nationalsozialistische Vernichtungspolitik ihre grausamste Konsequenz fand. Die Begegnungen mit den historischen Orten und den Geschichten der Menschen machen deutlich, dass Auschwitz nicht das Ergebnis eines einzelnen Ereignisses war, sondern das Ende eines langen Prozesses.

Welche Eindrücke nehmen wir mit? Welche Fragen begleiten uns weiter? Und was bedeutet historische Verantwortung für unsere Gegenwart?

calendar tick

Termine und Leistungen

  • 5 Übernachtungen in ausgewählten Mittelklassehotels
    • 1 × Berlin
    • 2 × Oświęcim (Auschwitz)
    • 2 × Krakau
  • Halbpension
    • 5 × Frühstück
    • 5 × Abendessen
  • Komfortabler Reisebus während der gesamten Studienreise
  • Sämtliche Transfers und Rundfahrten gemäß Programm
  • Alle Eintrittsgebühren und Führungen gemäß Programm

g350

Unverbindliches Anfrageformular

    JugendlicheErwachsene

    Newsletter abonnieren