Vor einer Gedenkstättenfahrt wird häufig gefragt, was auf dem Gelände tatsächlich zu sehen ist. Die Antwort fällt für die beiden Teile der Gedenkstätte unterschiedlich aus, weil sie sehr unterschiedlich erhalten sind.
Auschwitz I ist heute vor allem ein Ort der Dokumentation. In den ehemaligen Häftlingsblöcken zeigt eine Dauerausstellung die Geschichte, die Struktur und die Funktionsweise des Lagers. Zu sehen sind außerdem Block 11 und die sogenannte Todeswand sowie die erste Gaskammer und das erste Krematorium. Hier liegt auch der zentrale Eingangsbereich des Museums.
Birkenau wirkt vor allem über die Ausdehnung des Geländes. Erhalten sind die Ruinen der Häftlingsbaracken, die Fundamente der vier großen Krematorien mit Gaskammern, Wachtürme und Gleisanlagen; auf dem Gelände steht das Internationale Denkmal. Anders als im Stammlager tragen hier die baulichen Reste und die Fläche selbst den größten Teil der Aussage.
Beide Teile liegen etwa 3,5 km auseinander; ein Programm über beide Gelände schließt den Weg dazwischen ein. Da in Birkenau vor allem Ruinen, Fundamente und Freiflächen erhalten sind, findet der Programmteil dort überwiegend im Freien statt. Zu Eintritt, Führungen, Öffnungszeiten und den Regeln der Gedenkstätte informieren wir jede Gruppe vor der Reise gesondert, weil diese Vorgaben von der Gedenkstätte gesetzt werden und sich ändern können.