Die Gedenkstätte und das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau liegen in Oświęcim in Südpolen. Sie bewahren zwei erhaltene Teile des größten deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers: das Stammlager Auschwitz I und das 3,5 km entfernte Lager Auschwitz II – Birkenau. Historiker gehen davon aus, dass hier etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden, rund eine Million von ihnen Juden.
Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau wurde durch ein Gesetz des polnischen Parlaments vom 2. Juli 1947 gegründet. Die erste Ausstellung entstand im selben Jahr und wurde 1950 erweitert. Seit 1979 steht das Gelände auf der Welterbeliste der UNESCO, eingetragen als „Auschwitz Birkenau. Deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager (1940–1945)“.
Im Jahr 2025 besuchten 1,95 Millionen Menschen die Gedenkstätte. Das bisherige Rekordjahr bleibt 2019 mit 2,32 Millionen Besuchern. Neun von zehn Besuchern gehen mit einem Guide-Pädagogen über das Gelände.
Geschützt sind rund 191 Hektar, davon etwa 20 Hektar in Auschwitz I und etwa 171 Hektar in Birkenau. Erhalten sind 155 Gebäude, 57 davon in Auschwitz I und 98 in Birkenau, dazu etwa 300 Ruinen, darunter die Reste der Gaskammern und Krematorien.
Die Sammlungen umfassen mehr als 100.000 Objekte und Archivalien, darunter etwa 110.000 Schuhe, rund 3.800 Koffer, 12.000 Küchengefäße, 470 Prothesen und 570 Stücke Häftlingskleidung. Das Archiv bewahrt Dokumente im Umfang von fast 250 Regalmetern.
Auschwitz I ist der Ausgangspunkt eines Besuchs. Dort befinden sich der Eingangsbereich des Museums, die Hauptausstellung und die Länderausstellungen. Birkenau ist deutlich größer und weitgehend unbebaut; dort tritt die Topographie des Ortes selbst in den Vordergrund.
Zwischen beiden Teilen liegen 3,5 km. Ein kostenloser Shuttlebus des Museums verbindet sie.
Die Standardführung dauert etwa dreieinhalb Stunden. Für Schulgruppen bietet das Museum ein- und zweitägige Studienbesuche an.
Das Museum versteht einen Studienbesuch als dreiteiligen Vorgang aus Vorbereitung, Besuch und Auswertung. Das Programm auf dem Gelände liegt beim Museum, Vorbereitung und Nachbereitung liegen bei der Lehrkraft.
Das Bildungszentrum stellt dafür kostenlose Materialien bereit, viele davon auf Deutsch: Unterrichtsentwürfe, Multibooks, Online-Lektionen unter lesson.auschwitz.org, den Podcast „On Auschwitz“ sowie einen virtuellen Rundgang unter panorama.auschwitz.org.